April 2018
Von Stein am Rhein nach Romanshorn (Etappe 2)
Von Steckborn nach Tägerwilen, 19 Km. Eine ruhige Nacht. Ein ebensolcher Morgen. Neu ist, dass wir nach dem Frühstück nicht die Fahrräder bepacken, sondern uns selber. Der Himmel zeigt sich nicht ganz so wolkenlos wie gestern noch, doch es soll generell trocken und sommerlich warm bleiben. Es geht nach Osten, der Sonne entgegen. Berlingen, Mannenbach, das Napoleonmuseum in Salenstein, Ermatingen. Langsam wird es heiss. Das Gepäck spürt man inzwischen kaum noch, dafür fehlt der kühlende Fahrtwind, den man vom Radfahren gewohnt ist.

Die Insel Reichenau auf der anderen Seeseite kommt in Sicht, mit dem langen, Allee gesäumten Damm, der sie mit dem Festland verbindet. Und allmählich nähern wir uns Konstanz, nicht jedoch bevor wir eine ausgiebige Pause in Gottlieben eingelegt haben. Der See verengt sich hier wieder, wird zum Fluss. Wir sitzen in einem Café neben einer Werft und beobachten die Freizeitkapitäne, die hier ihre Yachten auftanken.
  Auf dem See mit so einer Motoryacht herum zu tuckern, macht mich gar nicht an. Eher das, was die beiden Leute mit ihren voll geladenen Kanus vielleicht im Sinn haben, die herüber winkend an uns vorbei gleiten: Sich flussabwärts den Rhein entlang treiben lassen, vielleicht bis nach Rotterdam - das wäre auch eine Unternehmung nach meinem Gusto.

Die letzten Meter bis Tägerwilen, wo wir unser Nachtquartier beziehen werden, dürfen wir noch durch einen Auwald laufen, begleitet vom Gesang der Nachtigallen, was wir so nur von Frankreich her kennen.  
Steckborns Schokoladenseite.
Heute ist es nicht ganz so wolkenlos schön.
 
Berlingen.
 
Blick zur Reichenau.
Hier ist der See wieder zum Fluss geworden.
Ein Stück Auwald kurz vor Konstanz.
Blick vom Hotel aus zum Seerhein.
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