26. Mai 2020. Von Affeltrangen nach Oppikon (10 Km)
 
Die Situation in unserem Hotel in Weinfelden ist der augenblicklichen Krise geschuldet und schon ein wenig sonderbar. Alles ist so distanziert, fast menschenleer, auch die Stadt erscheint ruhig, obwohl die Leute natürlich einkaufen und ihren Geschäften nachgehen. Im Restaurant, in dem wir gestern zu Abend gegessen haben, diskutieren am Stammtisch vier Männer über die momentane Lage - schön auf Abstand zueinander sitzend.

Heute gibt es einen Spaziergang bei warmen Frühsommertemperaturen. Und prima Wetter. Wir reisen mit der Bahn zurück zum gestrigen Endpunkt und wandern Richtung Weinfelden. Ist natürlich schon ein bisschen sonderbar, wenn man mit dem Zug ein paar Stationen zurück fährt, um die Wanderung lückenlos fortsetzen zu können (und dass das mit der Lückenlosigkeit nicht in Stein gemeisselt ist, wird man noch sehen), aber für uns ist das schon stimmig. Wir spazieren gemütlich durch ein leicht welliges Land. Die Sonne scheint vom blauen Himmel, die Vegetation zeigt sich in verschiedenen Grüntönen, alles ist heiter. Die Bauern bestellen ihre Felder, Anwohner pflegen ihre Gärten, man grüsst sich. Leiden scheinen hier nur die armen Kühe, die von Myriaden von Fliegen umschwirrt werden und sich nicht wehren können. Ganz bis nach Weinfelden laufen wir nicht, in Oppikon lassen wir es für heute gut sein und fahren wieder mit dem Zug zurück. Nach ein wenig Siesta will auch die Stadt noch ein wenig besichtigt werden. Weinfelden hat durchaus ein paar schöne Ecken, auch wenn eine Fussgängerzone fehlt.
 
 
Start in Affeltrangen.
 
 
Blick zurück auf die Gegend, die wir gestern durchwanderten.
 
Doch wir blicken voraus.
 
 
 
 
 
 Bahnhofshäuschen in Oppikon. 
Weinfelder Impressionen.
 
 
 
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