27. Mai 2020. Von Romanshorn nach Güttingen (12 Km)
 
Ich weiss nicht, wie lange es schon in Margrit gegärt hat. Wir haben nicht darüber gesprochen. Bei mir jedenfalls fing es vorgestern an. Und gestern, als beim Wetterbericht im Fernsehen vom blauen, wolkenlosen Himmel über dem Bodensee gesprochen wurde, hat man noch eine Schippe drauf gelegt. Ich hab das zuerst durchaus fast schon heroisch ignoriert und mir eingeredet, dass die noch verbleibenden geplanten zwei Etappen durch den Thurgau ja bestimmt sehenswert und schliesslich für unser Projekt "Wanderung von zuhause bis zum Bodensee" wichtig wären. Doch heute Morgen, kaum ausgecheckt und die ersten paar Meter gelaufen, brach es unkontrolliert aus mir heraus: "Wie wäre es, wenn wir heute schon am See entlang wandern würden? Weisse Segel, blaue Fernen, weiter Blick?"

Nun denn, mit meiner Idee renne ich bei meiner Frau offene Türen ein, und nicht mal eine Stunde später steigen wir in Romanshorn aus dem Zug und fädeln uns in den Seeweg ein, laufen durch die Stadt und ans Seeufer. Die Sonne haben wir nun im Rücken, den Wind auch. Und während wir all die Impressionen auf uns wirken lassen, tut uns das mit den beiden "verlorenen" Tagesetappen gar nicht mal so leid. Kann man schliesslich nachholen. Irgendwie haben wir jetzt auf einmal das Gefühl, endlich in den Ferien angekommen zu sein. Weisse Segel, blaue Fernen, weiter Blick.
 
 
Da ist er, der See.
Schon stellt sich Feriengefühl ein.
Badehäuschenparade...
 
 
 
 
Immer schön am Ufer entlang.
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